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Die Schweiz auf Drogen
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Die Schweiz auf Drogen

Szenen, Politik und Suchthilfe, 1965–2022

von Peter-Paul Bänziger, Michael Herzig, Christian Koller, Jean-Félix Savary, Frank Zobel

39,10 EUR
Gebunden
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783034016834
Verlag
Chronos (Zürich)
Erschienen
14.10.2022
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
383
Einband
Gebunden
Abmessungen
24 x 16 cm
Gewicht
812 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Geschichte/Kulturgeschichte

Beschreibung

Drogen waren ein gesellschaftlicher Brennpunkt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, von den Auseinander­setzungen um 1968 und 1980 über die «­offenen Drogen­szenen» der 1990er-Jahre bis zum Hin und Her ­zwischen Schadens­min­de­rung und Repression um die Jahr­tausend­wende. Wurde es danach ruhig um die ­Thematik, kommt seit einigen Jahren wieder Bewegung auf. Die Frage der ­Cannabis-Legalisierung steht im Raum, in der Medizin werden Halluzinogene therapeutisch verwendet und die Prohibition steht weltweit in der Kritik. Das Buch zieht eine vorläufige Bilanz, zeigt die Konstanten auf, die den Drogendiskurs bis heute prägen, und leistet einen Beitrag zur ­Versachlichung. Neben den offenen Drogenszenen ­beleuchten die Autoren die Herausbildung der Problematik in den Jahrzehnten davor und die Veränderungen danach. Dabei zeigt sich, wie stark die Thematik mit dem Kalten Krieg und der sich herausbildenden Migrations­gesellschaft verbunden war. Ebenso wird deutlich, dass Produktion und Handel von Rauschmitteln durch die Räumung der offenen Drogenszenen keine grundlegenden Veränderungen erfuhren und dass die Repression trotz sozialer und medizinischer Innovationen die tragende Säule geblieben ist. Zudem werden die Diskurse dargestellt, welche die Arbeit von Medizin, Sozialarbeit, Polizei und Justiz prägten und prägen. Von einer kohärenten ­Drogenpolitik, so das ­Fazit, kann bis heute nicht die Rede sein.

Über den Autor

Dr. habil., ist Privatdozent für neuere allgemeine Geschichte an der Universität Basel.