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Muslimischer Antisemitismus
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Muslimischer Antisemitismus

Woher er kommt, wie er wirkt und was wir tun können

von Omar Kamil

18,50 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783406822599
Verlag
C.H.Beck
Erschienen
20.08.2026
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
235
Einband
Taschenbuch
Abmessungen
20.5 x 12.5 cm
Gewicht
269 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Gesellschaft

Beschreibung

Eine unterschätzte Gefahr und was wir dagegen tun können

Nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war das Entsetzen groß über die offen antisemitischen und israelfeindlichen Reaktionen einiger Muslime in Deutschland und anderen Ländern. Omar Kamil erklärt, aus welchen nationalistischen, religiösen und antikolonialen Quellen sich der muslimische Antisemitismus speist und was gerade in Deutschland präventiv dagegen getan werden kann.

Juden lebten über Jahrhunderte als «Schutzbefohlene» in islamisch geprägten Gesellschaften - rechtlich untergeordnet, aber oft stabiler integriert als in vielen Teilen Europas. Im Kontext von Kolonialismus, europäischem Antisemitismus, arabischem Nationalismus und dem Nahostkonflikt entwickelte sich ein moderner muslimischer Antisemitismus. Nach der Gründung des Staates Israel mussten hunderttausende Juden in den 1940er- und 1950er-Jahren ihre Heimat in arabischen Ländern wie Marokko, Jemen oder Irak verlassen. Heute äußert sich muslimischer Antisemitismus häufig in israelfeindlichen Deutungsmustern und der Wahrnehmung Israels als Ausdruck kolonialer Fremdherrschaft. Omar Kamil beschreibt diese Entwicklungen prägnant und historisch fundiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem muslimischen Antisemitismus in europäischen Gesellschaften und der Frage, was getan werden kann - und bisher versäumt wurde -, um antisemitischen Ressentiments den Nährboden zu entziehen.

Über den Autor

Omar Kamil forscht und lehrt an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu jüdischer und arabisch-islamischer Geschichte sowie zu Antisemitismus im deutschen und europäischen Kontext. Er studierte in Kairo und Bayreuth, hat u.a. in Ägypten, im Sudan und in Israel gelehrt und geforscht, war wissenschaftlicher Mitarbeiter am «Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow» und hatte Vertretungs- und Gastprofessuren an den Universitäten Heidelberg, Erlangen, Erfurt, München und Jerusalem inne.