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Bakteriologie und Moderne
Studien zur Biopolitik des Unsichtbaren 1870–1920
von Philipp Sarasin, Silvia Berger, Marianne Hänseler, Myriam Spörri
17,50 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar
Details
- ISBN
- 9783518294079
- Verlag
- Suhrkamp (Berlin)
- Erschienen
- 20.12.2006
- Auflage
- 1. Auflage
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 529
- Einband
- Taschenbuch
- Abmessungen
- 17.6 x 10.8 cm
- Gewicht
- 318 g
- Kategorie
- Taschenbuch / Geschichte
Beschreibung
Was erfährt man über die Geschichte und Kultur der Moderne, wenn man sie aus der scheinbar marginalen Perspektive der Bakteriologie betrachtet? Und wie wird diese Wissenschaft selbst kulturgeschichtlich »lesbar«, wenn der enge Horizont traditioneller Wissenschaftsgeschichte zugunsten einer Geschichte des Wissens überschritten wird? Die in diesem Band versammelten Texte zeigen, wie die Bakteriologie als Wissenschaft nur unter ganz spezifisch modernen Verhältnissen – Diskursen, Institutionen und Techniken – entstehen konnte, und sie untersuchen, wie die Bakteriologie mit ihren Konzepten und Analyseverfahren das moderne Bild von Körper und Krankheit, aber auch von Grenzen und Migrationsbewegungen, von Nationen und Kriegen tiefgreifend geprägt hat. Dabei wird deutlich, daß die von den Bakteriologen wissenschaftlich fundierte Rede vom »unsichtbaren Feind« im 20. Jahrhundert zu einem zentralen Topos der Biopolitik wurde.
Die Herausgeber arbeiten an der Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Zürich. Von Philipp Sarasin erschienen zuletzt im Suhrkamp Verlag: Anthrax. Bioterror als Phantasma (es 2368), Geschichtswissenschaft und Diskursanalyse (stw 1639) und Reizbare Maschinen. Eine Geschichte des Körpers 1765–1914 (stw 1524)
Über den Autor
Philipp Sarasin ist emeritierter Professor für Neue Allgemeine Geschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich und u. a. Mitherausgeber des Online-Magazins Geschichte der Gegenwart.