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Celans Kreidestern
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Celans Kreidestern

Ein Bericht. Mit Briefen und anderen unveröffentlichten Dokumenten

von Brigitta Eisenreich

23,50 EUR
Gebunden
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783518421475
Verlag
Suhrkamp (Berlin)
Erschienen
21.04.2010
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
266
Einband
Gebunden
Abmessungen
20.5 x 13 cm
Gewicht
512 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Beschreibung

„Von allem Anfang an war mir klar, daß ich in etwas Schweres hineinging, daß es sich um keine Liebschaft der Art handeln konnte, deren Ort, Namen, Umstände, wenn ihre Zeit vorbei war, man leicht vergessen könnte.“ Brigitta Eisenreich Als Paul Celan Brigitta Eisenreich kennenlernt, hat sie ihre österreichische Heimat und ihre katholische Umgebung verlassen und lebt als Au-pair-Mädchen und Studentin in Paris. Sie ist 25, Celan 33 Jahre alt. Die zehnjährige Beziehung beginnt kurz nachdem Celan Ende 1952 Gisèle de Lestrange geheiratet hat. Bei der Geliebten findet Celan, der im Alltag Französisch spricht, die Sprache seiner Mutter wieder. Sprach- und Liebesakt werden eins – in vieler Hinsicht ist Brigitta Celans deutsche Frau in Paris. Diese Liebesbeziehung ist eine der längsten und verborgensten Celans: fast keine Briefe, in den Büchern Widmungssternchen, ein Kreidestern auf der Schiefertafel an der Tür, wenn Celan Brigitta nicht antrifft. Man liest zusammen oder findet sich zu einem festlichen Mahl. Celan schenkt Brigitta Bücher, ein Buch etwa über Erotik in der jüdischen Mystik, er möchte sie zu einer „Herzens-Jüdin“ machen. Es ist die Lektüre der Briefwechsel Celans mit seiner Frau Gisèle und mit Ingeborg Bachmann, die Brigitta Eisenreichs persönlichste Erinnerungen an Paul Celan auslöst und sie selbst zum Schreiben bringt. Aus der Intensität dieses Erinnerns öffnet sich ein neuer Blick auf Celans Werk und sein Leben, auf die Strahlkraft ebenso wie auf die Gegensätze und das Rätsel seines Wesens.

Über den Autor

Die Anthropologin Brigitta Eisenreich (1928-2017) war Maître de conférences für die Wissenschaftsgeschichte ihres Faches an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS). Forschungen und Beiträge zu diesem Thema im 18. und 19. Jahrhundert wie auch zu den historischen Wurzeln des Rassismus. Sie publizierte, hauptsächlich in Frankreich, unter dem Autorennamen Britta Rupp-Eisenreich.