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Lilienthal 1801, oder Die Astronomen
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Lilienthal 1801, oder Die Astronomen

19 Vierfarb-Faksimiles mit Transkriptionen, Abbildungen und Photos

von Arno Schmidt, Susanne Fischer

96,70 EUR
Gebunden
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783518800737
Verlag
Suhrkamp (Berlin)
Erschienen
08.01.1996
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
171
Einband
Gebunden
Abmessungen
38.5 x 23.9 cm
Gewicht
1662 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Beschreibung

Seit Mitte der fünfziger Jahre war Arno Schmidt mit der Vorbereitung eines Romans über die Lilienthaler Sternwarte beschäftigt. Beinahe hätte der Autor in dem kleinen Dorf bei Bremen eine Stelle als Küster angenommen, um an diesem Riesenwerk zu arbeiten, für das Zettel's Traum eine »bloße Handübung« hätte abgeben sollen. Zwei Seiten hat Schmidt geschrieben über das Schicksal des Amtmanns Johann Hieronymus Schroeter und dessen gigantische Sternwarte, die an einem Herbstmorgen 1801 hätte Besuch empfangen sollen von dem preußischen Oberst Christian von Massenbach. Der Roman ist nie erschienen, doch haben sich rund 400 Notizzettel erhalten. Das üppig ausgestattete Vierfarb-Faksimile bringt das erstmals veröffentlichte Material zusammen mit Photographien des Handlungsortes, thematisch verwandten Tagebuchauszügen und Briefstellen von Arno und Alice Schmidt in eine attraktive Komposition.

Über den Autor

Arno Schmidt wurde am 18. Januar 1914 in Hamburg geboren. Nachdem er kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, arbeitete er zunächst als Dolmetscher, von 1947 an als freier Schriftsteller. Nach Stationen in Cordingen, Kastel an der Saar und Darmstadt zog er 1958 mit seiner Frau Alice nach Bargfeld (Kreis Celle), wo er bis zu seinem Tod zurückgezogen lebte. Von 1949 an, als seine Erzählung Leviathan in Buchform erschien, entstanden Romane, Dialoge zur Literatur für den Rundfunk, Essays und biographische Arbeiten, darunter sein Hauptwerk Zettel‘s Traum, 1334 DIN-A3-Seiten stark und über zehn Kilo schwer. Aufgrund des komplexen Layouts konnte es 1970 nur als Faksimile des Typoskripts erscheinen; erst seit 2010 liegt es in gesetzter Form vor. Arno Schmidt starb am 3. Juni 1979 in Celle. Zwei Jahre nach seinem Tod gründeten seine Frau Alice und Jan Philipp Reemtsma die Arno Schmidt Stiftung.