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Das Dossier
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Das Dossier

Science-Fiction

von Bernd Staudte

7,99 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783565483204
Verlag
epubli
Erschienen
07.06.2026
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
52
Einband
Taschenbuch
Abmessungen
21 x 14.8 cm
Gewicht
95 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Belletristik/Science Fiction, Fantasy

Beschreibung

Das Dossier beschreibt ein hypothetisches Zukunftssystem, in dem kulturelle Abstumpfung, technologische Kontrolle und administrative Entlastung schrittweise zu einer vollständigen Entwertung des menschlichen Körpers führen. Der Tod verschwindet aus dem öffentlichen Bewusstsein, traditionelle Rituale werden abgeschafft, Friedhöfe aufgelöst und Verstorbene unmittelbar in automatisierte Verwertungsketten überführt. Nahrung, Wasser, industrielle Materialien und landwirtschaftliche Substrate basieren zunehmend auf organischen Reststoffen, deren Herkunft bewusst verschleiert wird. Kunst, Mode und Medien normalisieren ästhetische Darstellungen, die den Körper als formbares Objekt zeigen, während algorithmische Systeme die Wahrnehmung der Bevölkerung steuern und moralische Reflexion überlagern. Die Verwaltung wird durch technokratische Prozesse ersetzt, die als neutral erscheinen, aber jede Verantwortung entkoppeln. Die Industrie optimiert die Kreisläufe ökonomisch und erweitert sie technologisch, während die Bevölkerung sich schleichend an Strukturen gewöhnt, die ihre ethischen Maßstäbe untergraben. Das hypothetische Gesamtsystem stabilisiert sich nicht durch Zwang, sondern durch Unsichtbarkeit, Normalisierung und die Auflösung kultureller Bedeutung. Das Dossier versteht sich als Modell möglicher Fehlentwicklungen, die entstehen können, wenn Effizienz, Kontrolle und technologische Optimierung unreflektiert über die Würde des Individuums gestellt werden.

Über den Autor

Bernd Staudte, 1944 in Treuen geboren, begann seine Laufbahn als Elektromonteur und arbeitete später acht Jahre im Uranbergbau der SDAG Wismut. Parallel absolvierte er ein Fernstudium in Elektronik sowie ein weiteres an der Universität Jena im Bereich Mikrosystem-Gerätekonstruktion. Von 1979 bis 1987 war er Entwicklungsingenieur bei CARL ZEISS Jena. Nach seiner Übersiedlung nach Berlin 1990 leitete er Projekte zur Glasfaser- und Solartechnik. Sein literarisches Werk umfasst Aphorismen, Gedichte, Kurzgeschichten, sozialethische Texte und autobiografische Arbeiten. Über 50 Veröffentlichungen sind bislang erschienen.