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RosenTod
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RosenTod

Rache findet dich – der erste Fall für die Landdetektivin im Chiemgau

von Monika Nebl, EyeDoo Publishing

14,30 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783690289894
Verlag
Nova MD (Seeon-Seebruck)
Erschienen
10.07.2026
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
280
Einband
Taschenbuch
Abmessungen
19 x 12.5 cm
Gewicht
255 g
Kategorie
Taschenbuch / Belletristik/Krimis, Thriller, Spionage

Beschreibung

Vorwort

»Ich bin’s, Hannah.«

Der Mann, der sich eben noch mit einem verschlafenen »ja« am Handy gemeldet hatte, war mit einem Schlag hellwach. Er setzte sich auf, sein Herzschlag beschleunigte sich. »Hannah? Du wolltest dich doch nicht mehr melden.« Er verfluchte sich innerlich, dass er ihren Namen laut ausgesprochen hatte, und warf einen Blick zur Seite, doch seine Frau schlief offensichtlich fest. Seine raue Stimme verriet dezente Verbitterung, die von seiner Gesprächspartnerin mit einem leisen Lachen quittiert wurde. Leicht heiser, voller Spott, wie er es von ihr kannte.

»Ich rufe dich nicht an, weil ich Sehnsucht nach dir habe. Ich habe einen Fall, der soeben zu deinem Fall geworden ist. Ich brauche dein Team hier!« Der Befehlston ärgerte ihn. Er unterdrückte dieses Gefühl ebenso wie ihre Antwort auf den privaten Anteil ihrer Aussage. Der Polizist in ihm war hellwach und konzentrierte sich auf seinen Job. »Warum mein Team? Wo bist du? Sind wir überhaupt zuständig?« »Glaub mir, ihr seid zuständig. Dein Team ist gut, und ich arbeite nicht mit Idioten zusammen, wenn ich es vermeiden kann, du erinnerst dich?«

Kriminalhauptkommissar Daniel Herzog erinnerte sich. Einer der Charakterzüge der Enddreißigerin, der sie bei den Kollegen und Kolleginnen unsympathisch hatte werden lassen, war ihr Perfektionismus, ein zweiter die schonungslose Ehrlichkeit. Eine Sympathieträgerin war Hannah Krügers wirklich nicht, aber – verdammt noch mal – eine der besten Ermittlerinnen, die er je kennengelernt hatte. Intelligent, frech, furchtlos, jedoch ohne jedes Feingefühl für Zwischenmenschliches. Er schwang die Beine aus dem Bett und fuhr sich durch die Haare, die einen Schnitt vertragen konnten. Sobald er mal wieder frei hatte, musste er zu seiner Friseurin. Doch wenn Hannah anrief, bedeutete das nichts Gutes für seine Freizeitplanung geschweige denn für seinen Schlaf. Er seufzte.

»Schieß los!«, sagte er dann knapp und war über die ebenso brüske Antwort nicht erstaunt. »Ich schick dir ein Bild und die Koordinaten. Der Rettungsdienst ist schon informiert. Sag Ben, er soll mir einen Kaffee mitbringen. Stark und heiß, die Nacht war lang.«

Als hätte ausgerechnet Kriminaloberkommissar Ben Rawitzki Lust, auch nur einen Finger für Hannah zu rühren. Daniels Untergebener hasste die Privatdetektivin geradezu. Er blickte seufzend auf die Uhranzeige auf seinem Handy. 3.25 Uhr! Die Nacht war eigentlich noch lange nicht vorüber. Sein gesicherter Chat ploppte auf. Als er Hannahs Account anklickte, sah er die Koordinaten und ein Bild, das zu einem großen Teil aus Schwärze und einer entfernt leuchtenden Deckenlampe bestand. Doch inmitten der Dunkelheit war etwas. Er zoomte das Foto größer und erstarrte. Dann wählte er hastig zwei Nummern, schickte nach wenigen Worten das Empfangene weiter und eilte ins Bad.