Stöhrs Lesefutter
Politische Freiheit und ‚europäische Literatur‘
Bestellbar

Politische Freiheit und ‚europäische Literatur‘

Goethe, Schiller und Byron in Giuseppe Mazzinis kulturkritischen Essays

von Klaus Mönig

47,30 EUR
Gebunden
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783825347352
Verlag
Universitätsverlag Winter GmbH Heidelberg (Heidelberg)
Erschienen
19.08.2020
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
287
Einband
Gebunden
Abmessungen
21 x 13.5 cm
Gewicht
436 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft/Deutsche Sprachwissenschaft, Deutschsprachige Literaturwissenschaft

Beschreibung

Giuseppe Mazzini (1805–1872) war unerschütterlicher Freiheitskämpfer, besonnener Regierungschef der römischen Republik von 1849 und enthusiastischer Literaturkritiker in einem von revolutionären und restaurativen Kräften zerrissenen Europa. Er reflektierte die Ereignisse seiner Epoche, ihre Ansichten, Hoffnungen und sozialen Probleme, förderte demokratische Bewegungen, kooperierte mit Garibaldi für die Einigung Italiens und wurde von Metternich und Cavour verbissen verfolgt. Er stand als Exilant in London mit vielen europäischen Intellektuellen in Verbindung und mischte sich beharrlich in die aktuellen Debatten ein. In seinen Essays zur Literatur übernahm Mazzini Goethes Idee einer ‚europäischen Literatur‘. Er erforschte seine Zeit historisch und sozialpsychologisch und hob das progressive Potential ihres literarischen Ausdrucks hervor. Literatur und Literaturkritik waren für ihn ‚Institutionen‘, die seismographisch auf kulturelle und politische Entwicklungen reagieren und Zukunftsoptionen anzeigen. Dies gilt besonders für seine wegweisenden soziologischen Interpretationen zu Goethe, Schiller und Byron. Seine europäischen Perspektiven mit ihren utopischen Impulsen machen es überaus wünschenswert, dass diese bislang nur wenig beachteten Essays gewürdigt und einem größeren Publikum vorgestellt werden.