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»...all diese fingierten, notierten, in meinem Kopf ungefähr wieder zusammengesetzten Ichs«
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»...all diese fingierten, notierten, in meinem Kopf ungefähr wieder zusammengesetzten Ichs«

Autobiographie und Autofiktion

von Elio Pellin, Ulrich Weber

19,50 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783835310063
Verlag
Wallstein Verlag (Göttingen)
Erschienen
04.04.2012
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
208
Einband
Taschenbuch
Abmessungen
22.2 x 14 cm
Gewicht
320 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft/Deutsche Sprachwissenschaft, Deutschsprachige Literaturwissenschaft

Beschreibung

Die Brüchigkeit des autobiographischen Pakts als Merkmal moderner Selbstzeugnisse. Dass jede literarische Selbstdarstellung fiktionale Elemente beinhaltet, ist in der gegenwärtigen Autobiographie-Diskussion unbestritten. Mit dem von Serge Doubrovsky geprägten Terminus »Autofiktion« hat sich die Forschung verstärkt literarischen Texten zugewendet, die fiktionales und faktuales Erzählen der eigenen Biographie mehr oder minder offensichtlich vermischen und so die Problematik literarischer Selbstthematisierung reflektieren. Ausgehend von der theoretischen Diskussion um Autobiographie und Autofiktion werden Texte und Textentwürfe von Robert Walser, Annemarie Schwarzenbach, Paul Nizon, Friedrich Dürrenmatt und Urs Widmer mit ihren je eigenen und nicht selten eigenwilligen Konzepten des literarischen Umgangs mit der Biographie untersucht. Aus dem Inhalt: PETER GASSER: Autobiographie und Autofiktion. Einige begriffskritische Bemerkungen WOLFRAM GRODDECK: »Versuch, ein Selbstbildnis herzustellen«. Ein philologisch-poetologischer Kommentar zu Robert Walsers Prosastück Meine Bemühungen ROBERT WALSER: Meine Bemühungen. Faksimile und Transkription LUCAS MARCO GISI: Der autofiktionale Pakt. Zur (Re-)Konstruktion von Robert Walsers »Felix«-Szenen HEIDY MARGRIT MÜLLER: »Je serai Archéologue« - ein autofiktionales Lebenskonzept bei Annemarie Schwarzenbach ULRICH WEBER: »... immer noch mit dem unnützen Problem beschäftigt, ob der Identitätssatz A=A stimme«: Friedrich Dürrenmatts autofiktionales Spätwerk RETO SORG: Autofiktionalität und Heterotopie. Paul Nizons Selbsterfindung im »schöpferischen Apparat« des Journals ELIO PELLIN: Mit Schere und Klebstreifen. Die Literarisierung von Paul Nizons Journalen IRMGARD WIRTZ: Autobiographie als Autofiktion: Urs Widmers Archiv im SLA Vertrieb in der Schweiz über den Chronos Verlag ISBN: 978-3-0340-1110-5

Über den Autor

Elio Pellin, geb. 1964, promovierte 2006 an der Universität Bern. Er ist Verantwortlicher für Öffentlichkeits- und Kulturarbeit an der Universitätsbibliothek Bern. 2006, 2008 und 2010 war er Co-Projektleiter der Sommerakademie Schweizer Literatur am Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Veröffentlichungen u.a.: »Mit dampfendem Leib«. Sportliche Körper bei Ludwig Hohl, Annemarie Schwarzenbach, Walther Kauer und Lorenz Lotmar (2008); Mithg. der Neuedition von Hans Boeschs Ingenieurs-Trilogie: Das Gerüst - Die Fliegenfalle - Der Kiosk (2007).