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Krieg, Medizin und Politik
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Krieg, Medizin und Politik

Der Erste Weltkrieg und die österreichische Moderne

von G Hofer, Margit Grisold, Ch Pappas, Ch A Pappas, Helmut Konrad

51,40 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783851654097
Verlag
Passagen
Erschienen
01.04.2000
Sprache
Deutsch
Seiten
432
Einband
Taschenbuch
Abmessungen
23.5 x 15.5 cm
Kategorie
Hardcover, Softcover / Geschichte/Neuzeit bis 1918

Beschreibung

Für das ,Projekt Moderne’ war der Erste Weltkrieg ein einschneidendes, nichtsdestoweniger aber ambivalentes Ereignis. Einerseits wurde er als großer Beschleuniger wahrgenommen, der in vielen Bereichen Dinge ermöglichte, die im Frieden aus moralischen Gründen nicht realisiert werden durften. Andererseits erschreckten Gewaltbereitschaft, zerstörte Menschen und nationale Verhetzung.Die Autoren dieses Buches spüren dieser Ambivalenz nach, indem sie den Umgang, den verschiedene Berufsgruppen mit dem Phänomen Erster Weltkrieg fanden, darstellen. Im Zentrum stehen dabei zwei Beiträge, die sich österreichischem Material widmen. Georg Hofer widmet sich den österreichischen Medizinern, die in den Feldlazaretten die Aufgabe hatten, möglichst viel ,Menschenmaterial’ wieder fronttauglich zu machen. Dabei war der Fortschrittsglaube bei den meisten Ärzten ungebrochen. Margit Grisold zeigt am Beispiel des Briefwechsels von Adolf Schärf, der damals Beamter war, und seiner Frau, wie Politiker auf den Krieg reagierten.Die anderen Beiträge dieses Buches gehen auch über die Grenzen Österreichs hinaus. So werden unter anderem die Kriegsausgaben der Münchener Wochenschrift ,Simplicissimus’ untersucht, ein anderer Beitrag widmet sich den beiden Autoren Ernst Jünger und Erich Maria Remarque, die paradigmatisch für zwei Interpretationen des Krieges stehen.