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Worüber wir reden, wenn wir von Literatur reden
Vier Lektüren
von Lydia Mischkulnig
20,00 EUR
Audio
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Details
- ISBN
- 9783854497158
- Verlag
- Sonderzahl
- Erschienen
- 21.09.2026
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 128
- Einband
- Audio
- Abmessungen
- 20 x 12 cm
- Kategorie
- Hardcover, Softcover / Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft
Beschreibung
»Das Nachdenken über das eigene Schreiben ist mit dem Lesen unauflöslich verquickt. Die Einflüsse aus den Literaturen bestätigen mein Gefallen, meine Lust am Ausdruck und auch den Glauben daran, dass etwas Erlösendes darin stecken muss, geschrieben zu haben. Ich will meine Sätze auf Augenhöhe bringen und muss im Erfinden finden, oder findend erfinden, woraus (worüber?) sich Sätze formen lassen und bringe das Material episodisch geordnet auf die Reihe, die wieder aus Einflüssen und Ideen besteht, um die narrative Struktur meiner Texte zu erläutern, die Gestaltung als Ordnung. Das Ich hat während des Schreibens und Lesens ein Resonanz- und Erfahrungsproblem zu bearbeiten, um zu diesem Subjekt zu werden, so dass ich fragen kann, warum dieses Problem für andere, die ich gar nicht kenne, von mir zur Sprache gebracht, wichtig sein soll. Das klingt kompliziert, ist aber einfach.«
»Vermessenheit ist notwendig, um überhaupt das Gefühlte, Gesehene, Gedachte und Schlussgefolgerte in Worte zu kleiden. Der Ekel vor Selbstüberschätzung ist zu überwinden. Eine Poetikvorlesung über das eigene Schreiben zu halten, bedeutet also, sich nicht Genugtuung zu verschaffen, sondern nur das Maul kontrolliert aufzumachen, um den eigenen Ton auszuhalten. Halte ich meine Texte für satisfaktionsfähig, wenn ich mich mit ihnen duelliere, wo ich doch sagte, meine Poetik richtet sich auf das Ersinnen von Schemen, Umrissen von etwas, was ich noch nicht kenne?«
»Also, wenn du Bachmann liest, was erlebst du dann? Was lernst du von ihr? Diese Erfahrung bist du.«
»Vermessenheit ist notwendig, um überhaupt das Gefühlte, Gesehene, Gedachte und Schlussgefolgerte in Worte zu kleiden. Der Ekel vor Selbstüberschätzung ist zu überwinden. Eine Poetikvorlesung über das eigene Schreiben zu halten, bedeutet also, sich nicht Genugtuung zu verschaffen, sondern nur das Maul kontrolliert aufzumachen, um den eigenen Ton auszuhalten. Halte ich meine Texte für satisfaktionsfähig, wenn ich mich mit ihnen duelliere, wo ich doch sagte, meine Poetik richtet sich auf das Ersinnen von Schemen, Umrissen von etwas, was ich noch nicht kenne?«
»Also, wenn du Bachmann liest, was erlebst du dann? Was lernst du von ihr? Diese Erfahrung bist du.«
Über den Autor
Lydia Mischkulnig, 1963 geboren in Klagenfurt, lebt in Wien, studierte an den Kunstunis in Graz (Bühnenbild) und Wien (Filmakademie, Produktion und Drehbuch) ist Lehrende, Kolumnistin, Konzeptionistin und besonders Schriftstellerin. Sie erhielt u. a. den Veza Canetti Preis 2017, Würdigungspreis für Literatur des Landes Kärnten 2020.