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Dokumentation zu den Ursachen des solidarischen Engagements der DDR für die mosambikanischen Vertragsarbeiter
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Dokumentation zu den Ursachen des solidarischen Engagements der DDR für die mosambikanischen Vertragsarbeiter

von Ulrich Van der Heyden

23,50 EUR
Taschenbuch
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Details

ISBN
9783864642944
Verlag
trafo Wissenschaftsverlag (Berlin)
Erschienen
15.08.2026
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
200
Einband
Taschenbuch
Abmessungen
21 x 14.8 cm
Gewicht
250 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Politikwissenschaft/Politisches System

Beschreibung

Die Dokumentation von vornehmlich deutschsprachigen Pressemeldungen aus den 1970er und 1980er Jahren über die Verletzung der internationalen Völker- und Menschenrechte während des Bürgerkrieges in Mosambik (1976–1992) belegt konkret die terroristischen Vorgehensweisen der damaligen RENAMO-Banditen gegen die dortige Zivilbevölkerung – auch mit deutscher Unterstützung. Die Regierung der jungen Volksrepublik Mosambik wusste sich daraufhin nicht viel anders zu helfen, als das Ausland um Hilfe zu bitten. Die DDR half unter anderem durch die Aufnahme von Tausenden junger Menschen, um ihnen somit nicht nur das Leben zu retten, sondern ihnen auch eine kostenfreie berufliche Ausbildung in den Betrieben ihrer Volkswirtschaft zukommen zu lassen, den später sogenannten Vertragsarbeitern, während die offizielle Bundesrepublik gute Kontakte zu den Terroristen pflegte. In einer ausführlichen Einleitung (Teil I) wird versucht zu belegen, warum dieser historischen Tatsache über die Gründe der Vertragsarbeit in den seit dreieinhalb Jahrzehnten entstehenden Publikationen und Medienberichten über die aus den Ländern des Globalen Südens in die sozialistische DDR gekommenen jungen Menschen kaum oder keinerlei Bedeutung beigemessen wird. Stattdessen werden die irrwitzigsten ideologisch geprägten Fake News über die Gründe und den Verlauf des Aufenthaltes von Vertragsarbeitern in der DDR-Volkswirtschaft immer wieder von Neuem verbreitet. Dabei werden zumeist die negativen Erfahrungen der Gastarbeiter im Westen Deutschlands auf den Osten projiziert. Durch die hier präsentierten zeithistorischen Quellen in der Dokumentation drängt sich geradezu die Frage nach den konkreten politischen Ursachen der völlig anders gearteten Vertragsarbeit auf. Die ausgewählten Dokumente verdeutlichen ebenso, welchen Anteil Deutsche aus der Bundesrepublik daran hatten, dass und warum DDR-Bürger mit den jungen mosambikanischen Menschen Solidarität übten. Mit der aus zeitgenössischen Berichten erstellten Edition zur damaligen katastrophalen Situation in Mosambik (Teil II), die letztendlich den Grund für den Ausbildungs- und Arbeitsmigrationsprozess in der DDR lieferte – was für viele Betroffene zweifelsohne eine kaum bekannte Herausforderung darstellte –, steht nunmehr komprimiert den historischen Forschungen zu den mannigfachsten Fragen hinsichtlich der Geschichte der Vertragsarbeiter aus Mosambik zur Verfügung. Das ist verbunden mit der Hoffnung, dass diejenigen, die behaupten, die DDR hätte die jungen Afrikaner an- oder gar abgeworben, um ihre Volkswirtschaft zu retten, sich zukünftig auf den Boden der historischen Realität bewegen mögen. Mein Wunsch geht des Weiteren dahin, dass solche Aussagen von den sich bislang mit Fake News zu Wort gemeldeten Pamphletisten – auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse der hier dokumentierten Zustände insbesondere nach der Unabhängigkeitserklärung Mosambiks sowie der nachgewiesenen Verstrickungen von Menschen und Institutionen der alten Bundesrepublik – mit ebensolchem Verve dieser Teil der deutschen Geschichte „aufgearbeitet“ wird. Sie werden hier entsprechende Anregungen zum Weiterforschen finden.

Über den Autor

https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_van_der_Heyden