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Das Jahrhundert des Populismus
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Das Jahrhundert des Populismus

Geschichte - Theorie - Kritik

von Pierre Rosanvallon, Michael Halfbrodt

35,90 EUR
Gebunden
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Details

ISBN
9783868543476
Verlag
Hamburger Edition, HIS (Hamburg)
Erschienen
07.09.2020
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
266
Einband
Gebunden
Abmessungen
22 x 15 cm
Gewicht
487 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Politikwissenschaft

Beschreibung

»Der Populismus revolutioniert die Politik des 21. Jahrhunderts. Doch das wahre Ausmaß der von ihm bewirkten Umwälzung haben wir noch nicht erfasst«, so beginnt der berühmte Historiker Pierre Rosanvallon seine aktuelle Analyse über ein viel diskutiertes Phänomen.
Viele Werke, die sich mit dem Populismus beschäftigen, beschränken sich darauf, die Motive der Wähler*innen zu untersuchen, die sich für populistische Parteien entschieden haben. Rosanvallon hingegen legt einen Entwurf für eine noch fehlende kohärente Theorie des Populismus vor. Er nimmt den Populismus als aufsteigende Ideologie des 21. Jahrhunderts ernst, untersucht seine Attraktivität als Lösung für gegenwärtige Probleme, entfaltet seine Geschichte und unterzieht ihn dann einer gründlichen Kritik. Laut Rosanvallon werden wir die gegenwärtigen Phänomene nur verstehen, wenn wir den Populismus nicht nur als Pathologie der Demokratie, sondern als Angebot innerhalb eines demokratischen Systems, als eine zu theoretisierende Realität begreifen.
Mit seiner Kritik ermöglicht es Rosanvallon, eine politisch wirkungslose Stigmatisierung zu beenden. Und er skizziert einen Alternativvorschlag für eine verallgemeinerte Volkssouveränität, die die Demokratie bereichert, anstatt sie zu vereinfachen und zu polarisieren: eine vitale Demokratie, die sich ständig selbst be- und hinterfragt. Auf dieser Ebene der permanenten Anstrengung und Transparenz kann das populistische Projekt seine Attraktivität verlieren.

Über den Autor

Pierre Rosanvallon war von 2001 bis 2018 Professor für Moderne und Zeitgenössische Geschichte der Politik am Collège de France und Directeur de Recherche an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS).