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TRESCHER Reiseführer Piemont
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TRESCHER Reiseführer Piemont

Turin, Seealpen, Langhe, Monferrato, und Lago Maggiore. Mit Ausflug ins Aostatal

von Sabine Herre

19,95 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783897948150
Verlag
TRESCHER (Berlin)
Erschienen
07.10.2025
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
360
Einband
Taschenbuch
Abmessungen
19 x 12 cm
Gewicht
400 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Reisen/Reiseführer/Europa

Beschreibung

Schon mal von »Brasà al bareul« gehört oder von »Toma dël lait brusch«? Das sind nur zwei von unzähligen Spezialitäten aus dem Piemont. Aus dem Piemontesischen übersetzt heißen sie »Schmorbraten in Barolo« und »Käse aus der sauren Milch der Berge«, was sich sehr viel weniger melodisch anhört. Und doch deutlich macht: Die einfache Küche der Alpen und eine Speise aus einem der teuersten Weine Europas, sie treffen im »Land am Fuß der Berge« aufeinander. Denn genau das bedeutet übersetzt der Name »Piemont«. Was sich beim Essen zeigt, ist insgesamt typisch für das Piemont. Hier verbinden sich die verschiedensten Kulturen. Die Region grenzt an Frankreich und die Schweiz, doch war lange Teil des Deutschen Reiches. Protestantische Waldenser und alemannische Walliser haben die Almwirtschaft der Täler geprägt. Ganz im Osten liegt das größte Reisanbaugebiet Europas. Ganz im Westen entspringt mit dem Po der längste Fluss Italiens. Von drei Seiten ist das Piemont von den Bergen der West- und der Seealpen umgeben, viele von ihnen über 3000 Meter hoch. Und der höchste Berg Europas ist nicht weit entfernt, der Mont Blanc im Aostatal mit seinen 4800 Metern. Viele kennen das Piemont vielleicht nur von ihrer Durchreise ans Mittelmeer. Oder sie waren am Lago Maggiore, dem zweitgrößten See Italiens, dessen Westufer mit den romantischen Borromäischen Inseln zum Piemont gehört. Selbst für Italiener war eine der nördlichsten Regionen ihres Landes lange Zeit kein Reiseziel. Mit Ausnahme der Skigebiete, von denen viele trotz Klimawandel noch immer als schneesicher gelten. So trugen die Olympischen Winterspiele von 2006 zur Entdeckung des Piemont bei. Doch noch immer sind die einsamen Bergtäler rund um den weithin sichtbaren Monviso eine Gegend, in der man stundenlang wandern kann, ohne vielen Menschen zu begegnen. Was auch damit zusammenhängt, dass viele Bergbauernhöfe als zu unrentabel aufgegeben wurden. Inzwischen allerdings kehrt so mancher ehemalige Bewohner zurück. Als Geheimtipp gelten auch viele Städte, wie Saluzzo oder Mondovi mit ihren freskenverzierten Palais aus Gotik und Renaissance. Oder das südliche Cuneo, wo man sich auf dem Corso Nizza schon wie in Frankreich fühlen kann. Oder Novara mit einem Kirchturm, der der berühmten Mole Antonelliana in Turin ähnelt. Womit wir in der Hauptstadt angekommen sind. Diese ist unter den Großstädten Italiens eine Ausnahme. Denn ab dem 17. Jahrhundert ließen die Herzöge aus dem französischen Savoyen einen ehemals römischen Militärstützpunkt in eine barocke Residenzstadt umbauen. Typisch sind die Arkaden, unter denen man stundenlang flanieren kann – nicht, ohne einen Stopp in einem der Kaffeehäuser einzulegen. Politiker und Künstler trafen sich hier, um im 19. Jahrhundert die Einigung Italiens vorzubereiten, und so wurde Turin die erste Hauptstadt des neuen Staates. Die Turiner sind stolz darauf, was sie geschaffen haben. Einst galten sie als die Preußen Italiens, mit Fiat wurde die wichtigste Autofabrik des Landes nicht zufällig hier gegründet. Doch inzwischen haben auch die Piemonteser gelernt, ausgiebig zu feiern. Sei es beim Trüffelmarkt von Alba, beim Pferde-Palio von Asti, bei Jazzmusikfestivals und Kirchweihfesten oder während der Weinlese rund um Barolo im September und Oktober. Dann ist das Piemont alles andere als einsam.

Über den Autor

Sabine Herre, 1962 in Stuttgart geboren, lebt als freie Journalistin und Reiseleiterin bei Passau. Die frühere Berliner taz-Redakteurin ist seit Langem Mitglied bei Slow Food und schreibt daher auch über die Themen »Essen und Trinken«. So lernte sie vor 20 Jahren die Weine Norditaliens und Sloweniens kennen. Im Trescher Verlag erscheinen von ihr die Reiseführer , »Friaul-Julisch Venetien«, »Französischer Jura«, »Bayerischer Wald«, »Saarland« und »Donau«.