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Militarismus und Antimilitarismus
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Militarismus und Antimilitarismus

Unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Jugendbewegung

von Karl Liebknecht

7,80 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783912501025
Verlag
Roter Stern Verlag (Essen)
Erschienen
22.03.2026
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
202
Einband
Taschenbuch
Kategorie
Hardcover, Softcover / Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft

Beschreibung

Karl Liebknecht, ging mit der Ablehnung der Kriegskredite im Ersten Weltkrieg, dem Bruch mit der SPD und seiner Rolle bei der Gründung der KPD als einer der bekanntesten deutschen Antimilitaristen und Kommunisten in die Geschichte ein. Der Text ist eine Ausformulierung eines Referats, das Liebknecht am 30. September 1906 auf der 1. Generalversammlung des Verbandes junger Arbeiter Deutschlands in Mannheim hielt und welches im darauf folgenden Jahr als Broschüre zahlreich gedruckt und verbreitet wurde. In dem vorliegenden Text beschreibt Liebknecht nicht nur ausführlich das Wesen und legt die Funktionsweise des Militarismus nach Innen und Außen dar, sondern beschreibt insbesondere die Aufgaben der revolutionären Arbeiter:innenorganisationen und der Jugendbewegung im Kampf gegen Krieg und Militarismus. Kurz nachdem Liebknecht 1907 bei der Gründung der Sozialistischen Jugendinternationale zum Vorsitzenden gewählt wurde, verurteilte ihn das Reichsgericht zu 1,5 Jahre Festungshaft wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“. Grund dafür waren seine antimilitaristischen Ansichten, die er in diesem Werk ausführlich darlegte. „Wie ein weitverzweigtes Netz soll sich die antimilitaristische Propaganda über das ganze Volk breiten. Die proletarische Jugend muß von Klassenbewußtsein und von Haß gegen den Militarismus systematisch durchglüht werden.“ So fasst Karl Liebknecht die Aufgaben im Kampf gegen den aufsteigenden Militarismus vor 120 Jahren zusammen. Eine Feststellung die wohl heute noch genauso aktuell ist, wie zur damaligen Zeit. Mit seinem antimilitaristischen Kampf wollte Liebknecht dazu beitragen, dem aufsteigenden Militarismus und der damit einhergehenden Kiegsgefahr in Europa etwas entgegenzusetzen. Auch wenn die Situation heute in vielerlei Hinsicht anders ist als zu Liebknechts Zeit, so sind seine Analysen am Vorabend des Ersten Weltkriegs doch brandaktuell in einer Zeit in der sich alle imperialistischen Mächte auf den kommenden Dritten Weltkrieg vorbereiten zu scheinen. Liebknechts Text ist thematisch in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten analysiert Liebknecht das Wesen des Militarismus sowie seine Mittel und sein Wirken gegen die Interessen der Arbeiter:innenklasse. Im zweiten Teil legt Liebknecht die antimilitaristische Organisierung, Propaganda und Taktik in seinen Ausführungen dar. Besonders stellt er dabei die Aufgaben und den Kampf um die proletarische Jugend in den Mittelpunkt. So schließt Liebknecht seine Analyse mit der Aufforderung den antimilitaristischen Kampf insbesondere auf die Gewinnung der Herzen und Köpfe der Jugend auszurichten und endet mit den Worten: „Wer die Jugend hat, der hat die Armee.“

Über den Autor

Karl Paul August Friedrich Liebknecht[1] (* 13. August 1871 in Leipzig; † 15. Januar 1919 in Berlin) war ein prominenter Sozialist und Antimilitarist zu Zeiten des Deutschen Kaiserreiches. Seit dem Jahr 1900 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, war er von 1912 bis 1916 einer ihrer Abgeordneten im Reichstag, wo er den linksrevolutionären Flügel der SPD vertrat. Ab 1915 bestimmte er zusammen mit Rosa Luxemburg wesentlich die Linie der Gruppe Internationale. 1916 wurde er aufgrund seiner Ablehnung der Burgfriedenspolitik aus der SPD-Fraktion ausgeschlossen und wenig später wegen „Kriegsverrats“ zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach etwa zwei Jahren Haft wurde er knapp drei Wochen vor dem Ende des Ersten Weltkrieges freigelassen. Während der Novemberrevolution rief Liebknecht am 9. November 1918 vom Berliner Schloss die „freie sozialistische Republik Deutschland“ aus. Am 11. November gründete er gemeinsam mit Rosa Luxemburg, Leo Jogiches, Ernst Meyer, Wilhelm Pieck, Hugo Eberlein und anderen die Gruppe Internationale neu als Spartakusbund. Im Dezember wurde sein Konzept einer Räterepublik von der Mehrheit im Reichsrätekongress abgelehnt. Zum Jahreswechsel 1918/19 war Liebknecht einer der Gründer der Kommunistischen Partei Deutschlands. Kurz nach der Niederschlagung des Berliner Januaraufstands wurden er und Luxemburg von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division ermordet. Quelle: Wikipedia