Stöhrs Lesefutter
Ruth
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Ruth

Erzählung

von Lou Andreas-Salomé, Michaela Wiesner-Bangard, Ursula Welsch

29,80 EUR
EA
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Details

ISBN
9783937211251
Verlag
Welsch, Ursula
Erschienen
26.09.2017
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
306
Einband
EA
Abmessungen
21 x 14.5 cm
Gewicht
404 g
Kategorie
Nonbooks, PBS / Belletristik/Erzählende Literatur

Beschreibung

Ungekürzte Fassung der Erstausgabe von 1895 mit Erläuterungen, zeitgenössischen Rezensionen, Nachwort und Zeittafel. Die Erzählung »Ruth« ist die erfolgreichste Publikation von Lou Andreas-Salomé zu ihren Lebzeiten. Die Geschichte des Mädchens, das sich mit ihrem unbändigen Lerndrang einen Platz im Herzen des Lehrers erobert und am Ende doch enttäuscht wird, traf genau den Geschmack der Zeit. Gerade das Schüler-Lehrer-Verhältnis war es, was die damalige Zeit bewegte – und zum Teil auch als anstößig empfunden wurde. Das Buch erlebte zwischen 1895 und 1928 zehn Auflagen. Unter seinen begeisterten Lesern sind berühmte Namen wie Rainer Maria Rilke und Sigmund Freud. »Ruth« nimmt eine Schlüsselrolle im Werk von Lou Andreas-Salomé ein – sowohl als die erste jener Erzählungen, für die sie berühmt wurde: Geschichten von jungen Mädchen und Frauen, die ihren Platz in der modernen Welt suchen, als auch als ihr Beitrag zur Literatur der Pubertät, der sie in eine Reihe stellt mit Wedekinds »Frühlingserwachen« (1891) und Musils Törless (1906). Das Thema »Pubertät« wird dem »weiblichen« Blick geöffnet.

Über den Autor

Das Leben der Lou Andreas-Salome, die am 12. Februar 1861 in St. Petersburg geboren wurde und am 5. Februar 1937 in Göttingen verstorben ist, umfasst die Emanzipation vom zaristischen Rußland mit Hilfe eines sehr scharfen und sich keinerlei Zwängen beugenden Verstandes, die finanzielle Unabhängigkeit mit Hilfe der Schriftstellerei und die bereitwillige umfassende Akzeptanz des psychoanalytischen Prinzips in Bewunderung ihres Gründers. Die Stadien dieses Lebens könnten auch betitelt werden mit den Namen der Weggefährten jener Zeiten – Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke, Sigmund Freud –, man wird damit jedoch diesem selbstbestimmten Frauenleben nicht annähernd gerecht.