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»Ewige Kinderzeit«
Franz Kafka – Kinder, Jugendliche und Erziehung
von Manfred Kappeler
29,90 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar
Details
- ISBN
- 9783947238477
- Verlag
- Vorwerk 8 (Berlin)
- Erschienen
- 15.07.2025
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 352
- Einband
- Taschenbuch
- Abmessungen
- 21.5 x 15 cm
- Kategorie
- Hardcover, Softcover / Belletristik/Romanhafte Biografien
Beschreibung
Die Seelen der Kinder, sie werden nicht gesehen. Auch nicht, wenn sie zu Jugendlichen herangewachsen sind. Sie sind – zumal zu Zeiten Kafkas eigener Kindheit, aber mitunter bis heute – Zurichtungsmaterial der Erwachsenen, die ihre eigene Kindheit und Jugend vergessen haben und sich – bei aller Liebe – in der Erziehung zum Maß der Dinge über die Kindheit ihrer eigenen Kinder erhoben haben.
Erziehung ist ein höchst konfliktuöses Feld bis heute geblieben, weil die Erwachsenen stets größer, stärker, mächtiger, sprachgewaltiger sind als ihre Schutzbefohlenen, die aber doch Schutzbedürftige im eminenten Sinne sind.
Kafka, hingerissen von seinem sehnlichen Wunsch nach Familie mit eigenen Kindern und hergerissen von seiner eigenen, nicht glücklichen Kindheit, die ihn immer wieder aufs Neue bekunden lässt, nie ein guter Vater und Ehemann sein zu können – diesen Franz Kafka mit seinem besonderen Interesse und Einfühlungsvermögen für Kinder nimmt Manfred Kappeler in den Blick.
Quellen sind dem Autor die Tagebücher, Briefe, die Romanfragmente und Erzählungen Kafkas sowie Berichte von Zeitgenossen wie z.B. seinen Briefadressat/innen. Es handelt sich somit um eine Zusammenschau in erziehungswissenschaftlicher Hinsicht, deren Spektrum von realen Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen aus Kafkas sozialem und familiärem Umfeld bis hin zu Haupt- und Nebenfiguren seiner Romane wie z.B. dem 16-Jährigen Karl Roßmann aus »Der Heizer« bzw. »Amerika« reicht.
Vor dem Hintergrund etwa der Briefe an Felice Bauer im Zusammenhang mit ihrer Arbeit am Jüdischen Volksheim in Berlin untersucht Kappeler Franz Kafkas Stellung zu zeitgenössischen Erziehungskonzepten wie F.W. Foersters Moralpädagogik, aber auch Konzepten der Reformpädagogik und Ansätzen jüdischer Pädagogiken.
Über den Autor
Dr. phil. habil., * 1940, Volksschule, Bäcker, Sozialarbeiter, Diplompädagoge, Ausbildung zum analytischen Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, 25 Jahre Praxis in der Sozialen Arbeit: Heimerziehung, Bewährungshilfe, Offene Jugendarbeit, Drogenarbeit, Supervision, Aus-, Fort- und Weiterbildung von Fachkräften. 1989–2005 Professor für Erziehungswissenschaften am Institut für Sozialpädagogik der TU Berlin. Diverse Veröffentlichungen. Mitglied in der Redaktion der Zeitschrift »Widersprüche« und im Fachbeirat des »Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe« (BRJ). Träger des Bun- desverdienstordens.
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