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Die ‚Kunstinstitute‘ der Musikstadt Sondershausen in der Sowjetischen Besatzungszone 1945–1949
von Eckart Lange
30,80 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar
Details
- ISBN
- 9783959668170
- Verlag
- Verlag Rockstuhl (Bad Langensalza)
- Erschienen
- 07.2026
- Auflage
- 1. Auflage
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 480
- Einband
- Taschenbuch
- Abmessungen
- 21 x 14.8 cm
- Gewicht
- 600 g
- Kategorie
- Hardcover, Softcover / Geschichte
Beschreibung
Autor: Prof. Dr. Eckart Lange, Taschenbuch, 480 Seiten mit 282 Abbildungen
ÜBER DAS BUCH:
Zwischen Bombentrümmern, politischem Umbruch und existenzieller Not kämpft die Musikstadt Sondershausen nach 1945 um ihr kulturelles Überleben. Während große Teile der Stadt zerstört sind, nehmen Loh-Orchester, Konservatorium und Landestheater Sondershausen ihre Arbeit erstaunlich schnell wieder auf – getragen von Idealismus, Improvisation und dem festen Willen, Kunst und Musik nicht verstummen zu lassen. Bedeutende Persönlichkeiten wie Georg C. Winkler prägen diese schwierige Zeit des kulturellen Neubeginns entscheidend mit.
Doch hinter Konzerten, Theateraufführungen und neuem Aufbruch stehen Konflikte, Machtkämpfe und wirtschaftliche Krisen. Entnazifizierung, sowjetische Kulturpolitik, persönliche Rivalitäten und fehlende Förderung bringen die traditionsreichen Institutionen an den Rand des Zusammenbruchs. Musiker verzichten auf Gehalt, Schauspieler spielen unter unwürdigen Bedingungen, und dennoch entsteht eine einzigartige kulturelle Übergangszeit zwischen Tradition und Neubeginn.
Auf Grundlage zahlreicher Archivquellen zeichnet dieses Buch eindrucksvoll nach, wie sich die Musikstadt Sondershausen in den Jahren der Sowjetischen Besatzungszone behauptete – zwischen Hoffnung, Chaos und dem unbeirrbaren Glauben an die Kraft der Kultur.
Über den Autor
Prof. Dr. Eckart Lange, Jahrgang 1947, studierte Schulmusik an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Chordirigieren an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und promovierte zum Dr. paed. an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald. Nach Lehrtätigkeiten am Gymnasium in Teterow und an der Universität Greifswald wurde er 1986 museumspädagogischer Mitarbeiter am Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz. 1988 begann seine Tätigkeit an der Weimarer Musikhochschule als Dozent für Musiktheorie, Musikgeschichte und Instrumentenkunde. Im Zuge der ,,Wende" leitete er 1990 für neun Monate die Abteilung Musik, Hoch- und Fachschulen und populäre Kunst im DDR-Kulturministerium Berlin mit den Aufgabenfeldern Neue Musik, Orchesterwesen, Musikschulen, künstlerische Hoch- und Fachschulen und Popularmusik. Nach seiner Rückkehr an die Weimarer Musikhochschule erfolgte 1993 die Berufung zum Professor für Musikpädagogik. Im gleichen Jahr DAAD Stipendium in den USA. Von 1996 bis zu seiner Emeritierung 2013 war er Direktor des Institutes für Musikpädagogik und Musiktheorie an der Weimarer Hochschule. Von 2005 bis 2020 leitete er zusätzlich die von ihm gegründete Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen. 2008 Bundesverdienstkreuz erster Klasse, 2015 Thüringer Verdienstorden und 2017 Ehren gabe der Stadt Sondershausen. Ehrenpräsident des Landesmusikrates Thüringen, Ehrenmitgliedschaften im Deutschen Musikrat, in der Mitteldeutschen Barockmusik, im Komponistenverband Thüringen und im Bundesverband Musikunterricht.