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Wiener Erzählungen
von Richard Bletschacher
20,00 EUR
Taschenbuch
Über Buchhandel bestellbar
Details
- ISBN
- 9783990282052
- Verlag
- Bibliothek der Provinz (Weitra)
- Erschienen
- 19.12.2013
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 210
- Einband
- Taschenbuch
- Abmessungen
- 19 x 11.5 cm
- Gewicht
- 150 g
- Kategorie
- Taschenbuch / Belletristik/Erzählende Literatur
Beschreibung
Mit Grünwald heute zu Mittag gespeist. Im Göttweiger Keller. Frittatensuppe, Hirn gebacken, Mayonnaisesalat. Die Palatschinken mit Powidl als Nachtisch hätten nicht sein müssen, ich weiß. Aber sie schmeckten sehr gut. Zwei Seidel Bier der Grünwald, ein Seidel ich. Danach zur Verdauung auf einen Mokka ins „Europe“ am Graben. Sind nur ein paar Schritte. Kommt uns ein schwarz gewandeter, unbehüteter Mensch in der Tür des „Europe“ entgegen. Er will hinaus, wir wollen hinein. Zuerst ein kleines Gedränge, dann ein großes Hallo. Der Mensch scheint nicht nur den Grünwald, sondern auch mich zu kennen. Den Grünwald, den kennt man, versteht sich, aber wieso kennt er mich?
Über den Autor
Richard Bletschacher wurde 1936 in Füssen am Lech geboren. Er studierte an den Universitäten von München, Heidelberg, Paris und Wien. Nach seiner Promotion mit einer Dissertation über das Theater des Existenzialismus erhielt er sein erstes Engagement am Theater in der Josefstadt. Im Herbst 1959 wurde er Mitglied der Wiener Staatsoper, der er siebenunddreißig Jahre als Regisseur und Chefdramaturg verbunden blieb. Daneben inszenierte er vor allem Opern auf vier Kontinenten. Er unterrichtete an der Opernklasse und am Reinhardtseminar der Musikhochschule in Wien und gestaltete und moderierte zahlreiche Sendungen des Österreichischen Rundfunks.
Richard Bletschacher hat die Texte zu einer großen Zahl von Werken des Musiktheaters verfasst: Opern mit Musik u.a. von Peter Ronnefeld, Iván Eröd, Kurt Schwertsik, Heinz Karl Gruber, Francis Burt und Alfred Schnittke wurden an den renommierten Häusern Deutschlands und Österreichs uraufgeführt. Von den Werken des klassischen Repertoires übersetzte er Monteverdi, Cavalli, Conti, Gazzaniga, Mozart, Rossini, Donizetti und Puccini.
Zu seinen umfangreichsten und in Fachkreisen anerkannten Arbeiten zählen eine Geschichte der Oper (»Apollons Vermächtnis«) und die Darstellung des Lauten- und Geigenbaues in seiner süddeutschen und Tiroler Heimat. Unter seinen literarischen Werken sind Romane, Gedichte und Erzählungen zu finden, weiters übersetzte er u.a. die Sonette von Shakespeare.