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FAST das Große Haus
Wiederholungen
von Hans Eichhorn
34,00 EUR
Gebunden
Über Buchhandel bestellbar
Details
- ISBN
- 9783990288276
- Verlag
- Bibliothek der Provinz (Weitra)
- Erschienen
- 29.08.2019
- Auflage
- 1. Auflage
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 600
- Einband
- Gebunden
- Abmessungen
- 19.5 x 12 cm
- Gewicht
- 650 g
- Kategorie
- Hardcover, Softcover / Belletristik/Erzählende Literatur
Beschreibung
An der Ecke zum Mirabellgarten sitzt ein Hammondorgelspieler. Lila Töne schweben in der Luft und düngen üppig die blühenden Stiefmütterchen und die grobwüchsigen Tulpenblätter. Engelbert weiß, dass seine Reise zu Ende geht, und er weiß, dass er sich keinen Moment lang auf den Weg gemacht hat. Unverdrossen spielt der Orgelmann seine immergleichen Melodien. Das ist kein Zufall. Die junge Frau schnäuzt sich auf der Bank nebenan. Sie blättert in einem Magazin und Engelbert beugt sich über sein Notizbuch, das er Buchstabe um Buchstabe mit seinen Zeichen angefüllt hat. Dabei ist ihm Klara oder Karla verloren gegangen, was aber auch nur bedingt stimmt, denn immerzu spielen sie in seine Überlegungen herein …
… Langsam verlanden die Stimmen, werden noch einmal von einer Welle hochgehoben, um erneut zu verlanden. Es folgt der geordnete Abzug. Der Orgelspieler spielt dazu in einem fort weiter und plötzlich ist es ruhig, nur die Orgelstimme bleibt übrig. Das Große Haus bleibt übrig. Klara oder Karla bleiben übrig. Übrig bleibt auch der Arabische Frühling und das gegenseitige Abschlachten auf ein Neues hin. Nichts tun, nur schauen, zuschauen, wie der Gärtner mit einer verzinkten Scheibtruhe ausfährt, das tut gut und mit diesem Guttun hat es sich schon, zumindest für diesen Moment, der alles ist und alles gewesen ist und wie niemals war.
Wie schön!
… Langsam verlanden die Stimmen, werden noch einmal von einer Welle hochgehoben, um erneut zu verlanden. Es folgt der geordnete Abzug. Der Orgelspieler spielt dazu in einem fort weiter und plötzlich ist es ruhig, nur die Orgelstimme bleibt übrig. Das Große Haus bleibt übrig. Klara oder Karla bleiben übrig. Übrig bleibt auch der Arabische Frühling und das gegenseitige Abschlachten auf ein Neues hin. Nichts tun, nur schauen, zuschauen, wie der Gärtner mit einer verzinkten Scheibtruhe ausfährt, das tut gut und mit diesem Guttun hat es sich schon, zumindest für diesen Moment, der alles ist und alles gewesen ist und wie niemals war.
Wie schön!
Über den Autor
Hans Eichhorn: österr. Schriftsteller u. Berufsfischer, 1956–2020
Matura an der Handelsakademie in Vöcklabruck
Studium an der Universität Salzburg
Berufsfischer und Schriftsteller in Attersee am Attersee und Kirchdorf an der Krems
Preise und Stipendien:
1983 Rauriser Arbeitsstipendium für Literatur
1987 Talentförderungsprämie des Landes Oberösterreich
1994 Förderungspreis der Stiftung Niedersachsen/Wolfenbüttel
1998 Projektstipendium für Literatur des BKA
1999 manuskripte-Preis des Landes Steiermark
2002 Stipendium des Deutschen Literaturfonds e.V.
2005 Oberösterreichischer Landeskulturpreis für Literatur
2017 rotahorn-Literaturpreis
2019 Georg-Trakl-Preis für Lyrik
2019 Heinrich-Gleißner-Preis
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